Stellungnahme

Zukunft des digitalen Hörfunks in Deutschland

Mainzer Erklärung zur Zukunft des digitalen Hörfunks in Deutschland der APR, der ARD und des Deutschlandradios

8. Oktober 200

Das Radio in Deutschland ist auf dem Weg ins digitale Zeitalter: Private und öffentlich-rechtliche Veranstalter sind sich einig darüber, dass die digitale Übertragung von klassischem Radio, aber auch von ergänzenden Texten, Bildern und Videos künftig vorrangig auf Frequenzen im Band III, die der Bundesrepublik bei der Wellenkonferenz 2006 zugewiesen wurden, realisiert werden sollen.

Schon 2009 sollen neue und bestehende Programme im weiter entwickelten Standard DAB+/DMB empfangbar sein. Einig sind sich die Unterzeichner darüber, dass nationale, landesweite, regionale und lokale Angebote ihren Platz in der digitalen Radio-Welt haben werden - sowohl neue wie auch bewährte Angebote.

Unbeschadet medienrechtlicher Fragen über die Verteilung der möglichen Kapazitäten und Grundlagen weiterer Angebote streben die Markt-Partner den Start der Digitalprogramme in zunächst drei überall in Deutschland empfangbaren Multiplexen an, davon einer mit nationalen sowie einer mit jeweils landesweiten Angeboten. Ein weiterer Multiplex soll zusätzlichen landesweiten Angeboten zur Verfügung stehen oder in den Bundesländern, in denen dies gewünscht wird, regionalisiert für lokale/regionale Angebote genutzt werden können.

Pro "Multiplex" werden bis zu 15 Radio-Angebote mit begleitenden Diensten (Video, Text, Podcast etc.) möglich sein.

In einem zweiten Schritt sollen ab 2011 weitere Übertragungs-Kapazitäten im Band III das digitale Radio-Angebot nochmals erhöhen.

Die Radio-Veranstalter plädieren für eine konzertierte, abgestimmte Einführung der neuen Digital-Kanäle ab 2009 - um damit für alle Beteiligten, vor allem aber für die Hörer, Zukunfts-Sicherheit beim Radio-Empfang zu gewährleisten.

München / Saarbrücken / Berlin, den 8. Oktober 2007

Felix Kovac, APR
Fritz Raff, ARD
Ernst Elitz, DLR